Bereits am Aufnahmetag wird geprüft, ob eine Schluckstörung (Dysphagie) vorliegt und ob sich daraus Konsequenzen für die jeweils erforderliche Kostform ergeben (Breikost, Weichkost, Aufnahme von Flüssigkeiten etc.). Es folgt wenn erforderlich das systematische Schlucktraining (Therapie des fazio-oralen Traktes).

 

Die Fähigkeit zur sprachlichen Kommunikation kann auf vielfältige Weise beeinträchtigt sein. Jedes sprachtherapeutische Behandlungsprogramm in der Geriatrischen Rehabilitation beginnt mit einer detaillierten Analyse der vorliegenden sprachsystematischen bzw. sprechmotorischen Störung, des daraus resultierenden Störungsbewusstseins und der voraussichtlichen sprachlichen Lernfähigkeit des Patienten. Im Verlauf der Behandlung wird diese Analyse regelmäßig wiederholt, da bei Verbesserung einer sprachlichen Teilfunktion eine weitere Störung zu Tage treten kann, die eine veränderte therapeutische Strategie notwendig macht.

 

Weil kommunikative Fertigkeiten durch kognitive/ neuropsychologische Funktionsstörungen in erheblichem Umfang beeinträchtigt sein können, erfolgt eine enge Kooperation des sprachtherapeutischen Bereiches mit dem pschologischen Arbeitsgebiet. Auch häufig begleitende Beeinträchtigungen des Schreibens, Lesens und Rechnens werden therapiert.

 

Den Zusammenhang zwischen kommunikativer Kompetenz und der Aussicht auf erfolgreiche Wiedereingliederung in das Alltagsleben wird besondere Aufmerksamkeit zuteil. Eine wichtige Rolle spielen auch sprechmotorische Beeinträchtigungen, z.B. nach Kehlkopfoperationen oder bei Patienten mit extrapyramidalen Erkrankungen. Hierbei kommen auch Biofeedback-Methoden zum Einsatz (respiratorisches Biofeedback, Prosodie-Biofeedback etc.) sowie die Verordnung bzw. Anpassung von Kommunikationshilfsmitteln (Buchstabentafel, batteriebetriebene elektronische Schreibgeräte, Kommunikationscomputer).

 

Je nach Schweregrad der jeweils vorliegenden Sprach-, Sprech- oder Schluckstörung werden die Patienten einzeltherapeutisch bzw. gruppentherapeutisch betreut. Die Einbeziehung der Angehörigen erfolgt bedarfsadaptiert.